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Aufsichtsratssitzung der Casinos Austria und Österreichische Lotterien Gruppe

30. März 2021
Aus dem Unternehmen | Bilanz
In der heutigen Aufsichtsratssitzung der Casinos Austria AG präsentierte das Management den Konzernabschluss 2020.

Die Corona-Pandemie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr tiefe Spuren in der Bilanz der Casinos Austria und Österreichische Lotterien Unternehmensgruppe hinterlassen. Nachdem 2020 alle 12 heimischen Casinos und 21 WINWIN Standorte Corona-bedingt insgesamt 135 Tage geschlossen hatten und auch die 26 internationalen Betriebe zahlreiche Schließtage zu verzeichnen hatten, steht nun ein konsolidierter Bruttospielertrag (Konzern-Umsatz) von 1,134 Mrd. Euro (2019: 1,359 Mrd. Euro) zu Buche. Das Konzernergebnis reduzierte sich auf 0,95 Mio. Euro gegenüber 112 Mio. Euro im Jahr 2019.

Als spürbare zusätzliche Belastungen machen sich Restrukturierungskosten von rund 55 Mio. Euro bemerkbar, die im Zuge des Restrukturierungsprogramms ReFIT aufgebracht wurden und Wertminderungen in der Höhe von rund 21 Mio. Euro.

Die schwarze Null auf Konzernebene wurde durch Einmal-Effekte gerettet. Zum einen gab es im vergangenen Jahr bei den Lotterien ein erhöhtes Mehrfachjackpot-Aufkommen bei Lotto „6 aus 45“. Zum anderen ist es erfolgreich gelungen, Casinogäste zum digitalen Angebot der Online-Spieleseite win2day.at zu kanalisieren. Mit 594 Mio. Euro Steuern und Beiträgen in Österreich bleibt die Unternehmensgruppe zwar einer der größten Steuerzahler des Landes, wenngleich sich die rückläufigen Umsätze des vergangenen Jahres natürlich auch hier widerspiegeln (2019: 643 Mio. Euro).

„Das abgelaufene Geschäftsjahr war das herausforderndste in der gesamten Unternehmensgeschichte. Auf Grund äußerst schwieriger Rahmenbedingungen war es für die gesamte Unternehmensgruppe enorm schwierig, wirtschaftlich auf Kurs zu bleiben. Zusätzlich durchliefen wir ein groß angelegtes, alle Unternehmensbereiche betreffendes Restrukturierungsprogramm, das die Grundlage für eine positive Zukunft der Gruppe gelegt hat. Das vergangene Jahr war somit ein besonderer Kraftakt, der die große Geschlossenheit auf allen Ebenen gezeigt hat. Eigentümer, Aufsichtsrat, Management, Belegschaftsvertreter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben hier an einem Strang gezogen, um diese Herausforderungen zu meistern. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich und bin sehr stolz, dass uns das gemeinsam gelungen ist“, kommentiert Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner das abgelaufene Geschäftsjahr.

Bettina Glatz-Kremsner steht nicht für eine Vertragsverlängerung zur Verfügung

Im April 2022 läuft der Vorstandsvertrag von Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner aus. Nach reiflicher Überlegung hat Glatz-Kremsner in der heutigen Sitzung den Aufsichtsrat darüber informiert, dass sie aus persönlichen Gründen für eine Vertragsverlängerung im kommenden Jahr nicht zur Verfügung steht. Durch die frühzeitige Information bleibt dem Aufsichtsrat ein volles Jahr Zeit, die Nachfolge zu regeln. Glatz-Kremsner wird selbstverständlich mit vollem Einsatz für eine optimale Übergabe zum Wohle des Unternehmens sorgen.

„Die Unternehmensgruppe verliert im kommenden Jahr mit Bettina Glatz-Kremsner die Gallionsfigur der letzten Jahre und Jahrzehnte. Das ist natürlich ein schmerzlicher Verlust für das Unternehmen. Ich bedanke mich sehr herzlich für die herausragende Leistung von Bettina Glatz-Kremsner an der Spitze der Unternehmensgruppe und für ihren transparenten Umgang mit ihren Zukunftsplänen. Mit diesem verantwortungsvollen Schritt stellt Glatz-Kremsner sicher, dass ihre Nachfolge optimal und zum Wohle des Unternehmens organisiert werden kann“, kommentiert Aufsichtsratspräsident Wolfgang Hesoun die Entscheidung.

„Mit unermüdlichem Engagement, großer Sachkenntnis und viel Leidenschaft für die Sache hat Bettina Glatz-Kremsner als Vorstand der Casinos Austria viele Jahre das Unternehmen geprägt. Als Vorstand der ÖBAG habe ich sie stets als kompetente und empathische Ansprechpartnerin erlebt, der mit Weitblick die Neuausrichtung der Casinos Austria AG vorangetrieben hat und vorantreibt“, äußert sich ÖBAG-Vorstand Thomas Schmid.

„Der Aufsichtsrat von Casinos Austria hat zur Kenntnis genommen, dass Bettina Glatz-Kremsner für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung steht. Im Namen der Sazka Group als Mehrheitsaktionär des Unternehmens möchte ich Bettina für ihren langjährigen Beitrag und insbesondere für ihre Rolle im Top-Management in manchmal herausfordernden Zeiten danken. Ich kenne Bettina seit der Zeit, als ich in Österreich lebte, lange bevor sich unsere Wege beruflich trafen, und ich habe ihr Engagement für das Unternehmen, in dem sie 30 Jahre verbracht hat, immer geschätzt, wie auch ihr stetiges Bemühen auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern, Stakeholdern und Kunden einzugehen. Wir sind Bettina für die frühzeitige Information dankbar. Somit kann der Aufsichtsrat in der Suche nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin mit starker Branchenerfahrung aktiv werden, damit dieser oder diese möglichst rasch die Führungsaufgabe im Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten aufnehmen kann. Der professionelle Übergabeprozess ist für uns sehr wichtig“, so Robert Chvatal, CEO der SAZKA Group und Vizepräsident des Aufsichtsrats von Casinos Austria AG.

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