Der Lotto Schein ist ausgefüllt, die Zahlen stehen fest. Bevor er abgegeben wird, wandert der Blick noch einmal zum Joker: Ja oder Nein? Oft fällt die Entscheidung in Sekunden, manchmal ganz intuitiv. Was viele dabei nicht bedenken: Dieses kleine Kästchen kann darüber entscheiden, ob man am Ende des Tages als Glückspilz dasteht, oder nur mit einem “Pech gehabt” bilanziert. Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt, wie oft genau diese Entscheidung in Österreich eine entscheidende Rolle gespielt hat.
Im Jahr 2025 haben in Österreich 33 Spieler:innen auf ihrem Wettschein den Joker auf „Nein“ gesetzt, denen dabei ein Gewinn im ersten Rang entgangen ist. Mit einem „Ja“ wäre es ein Joker-Gewinn gewesen, ohne dieses Kreuz blieb nur die Erkenntnis, dass das Glück ganz knapp vorbeigezogen ist. Diese Entscheidungen verteilten sich über das ganze Land, die meisten davon kamen aus Wien mit sechs Fällen sowie aus Niederösterreich mit vier. In Oberösterreich, der Steiermark und Tirol wurden jeweils zwei solcher Entscheidungen gezählt, in Salzburg, Kärnten und dem Burgenland jeweils eine. 14 dieser entgangenen Gewinne passierten online über win2day.
Noch greifbarer wird das Thema, wenn man auf einzelne Ziehungen blickt. Besonders der Mittwoch, der 4. Juni 2025, sticht heraus. An diesem Tag gab es im ersten Gewinnrang die meisten „Nein“-Kreuze. Die Folge war ein Jackpot, und damit eine deutlich höhere Gewinnsumme im ersten Rang der nächsten Ziehung, weil mehrere Spieler:innen zwar die richtige Joker Zahl hatten, sich aber gegen die Teilnahme an der Joker Ziehung entschieden hatten.
Auch an anderen Tagen wiederholte sich dieses Muster. Am Sonntag, dem 26. Jänner, sowie am Mittwoch, dem 26. März, kam es jeweils zu drei „Nein“-Entscheidungen im ersten Gewinnrang. Beide Ziehungen führten zu einem Jackpot, im März sogar zu einem Doppeljackpot.
Am 19. März 2025 ging es um einen Joker Doppeljackpot in Höhe von 709.000 Euro. Zwei Wettscheine wiesen die richtige Joker Zahl auf – einer aus Wien, einer aus Salzburg. Auf dem Wiener Schein war das „Ja“ zum Joker angekreuzt, auf dem Salzburger nicht. Dadurch wurde der gesamte Jackpot von 709.000 Euro ungeteilt an den Wiener Spielteilnehmer ausbezahlt. Durch ihr "Nein” zum Joker entging der Person aus Salzburg die Hälfte des Doppeljackpots und somit ein Gewinn in Höhe von rund 355.000 Euro.
Die meisten Spieler:innen entscheiden sich jedoch für das “Ja” zum Joker. Gerade bei Lotto Scheinen liegt der Joker-Anteil bei bis zu 80 %. Das bedeutet, dass nur rund ein Fünftel aller Tipps ohne Joker abgegeben wird. Auf den ersten Blick wirkt dieser Anteil gering, doch genau hier entstehen jene Situationen, in denen Gewinne ungenutzt bleiben. Viele verzichten aus Gewohnheit, aus Kostenüberlegungen oder weil der Fokus auf dem Hauptspiel liegt. Dabei zeigt die Joker Statistik, dass gerade der Joker oft dort zuschlägt, wo man es am wenigsten erwartet.
Das „Nein zum Joker“ ist schnell gesetzt, aber nicht immer ohne Folgen. Die Zahlen aus 2025 machen deutlich, dass immer wieder hohe Gewinne möglich gewesen wären. Am Ende bleibt es natürlich eine persönliche Wahl und es ist immer wichtig, verantwortungsvoll zu spielen. Falls Sie “Ja” gesagt haben, finden Sie über die Joker Gewinnabfrage übrigens jederzeit heraus, ob sich ihr Tipp ausgezahlt hat.
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