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Großer Erfolg für den 1. Österreichischen Inklusionstag

14. November 2013
Aus dem Unternehmen | Sponsoring
Barrierefreiheit im Fokus – Österreichische Lotterien luden zu Workshops, Podiumsdiskussion und Rollstuhlparcours ins Austria Center Vienna

Inklusion, also ein gleichberechtigtes Miteinander aller Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Behinderung ist immer noch mit vielen Hindernissen in den Köpfen der Menschen verbunden. Um Bewusstsein für dieses sensible Thema zu schaffen, veranstalteten die Österreichischen Lotterien gestern den 1. Österreichischen Inklusionstag. Partner waren dabei die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Österreichische Kriegsopfer- und Behindertenverband, der Österreichischen Zivil-Invalidenverband und die Lebenshilfe Österreich. Über 350 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt und lieferten den Initiatoren einhellig überaus positive Resonanz.

Workshops zu Inklusion in den Bereichen Arbeitswelt, Bildung, Alltag und Politik

Inklusion wurde 2008 in der Behindertenrechtskonvention verankert. Seit 2012 sind die politischen Rahmenbedingungen für Inklusion im „Nationalen Aktionsplan Behinderung 2012 – 2020“ seitens der Bundesregierung gesetzt. In vier Workshops erarbeiteten im Rahmen des Inklusionstages Gruppen von ca. 50 Personen mit und ohne Behinderung zu den Themen Arbeitswelt, Bildung, Alltag und Politik Lösungsvorschläge.

Podiumsdiskussion unter Moderation von Barbara Stöckl

Im Anschluss bat ORF-Moderatorin Barbara Stöckl Vertreter aus den einzelnen Workshops - Wolfgang Sperl (Wien Work), Barbara Sima-Ruml (Land Steiermark und Journalistin), Klaus Brunner (Lebenshilfe Vorarlberg), Petra Pinetz (Integration Wien) - sowie Bettina Glatz-Kremsner (Vorstandsdirektorin Casinos Austria und Österreichische Lotterien) zur Diskussion.

In einer Sache waren sich alle einig: In erster Linie gehe es darum, die Barrieren im Kopf der Menschen abzubauen und aufeinander zuzugehen. „Berührungsängste kann man eben nur durch Kontakt abbauen“, so Barbara Sima-Ruml, die selbst im Rollstuhl sitzt. Der Kontakt muss laut Petra Pinetz bereits im frühkindlichen Alter beginnen, „denn Kinder sind von Natur aus vorurteilsfrei“. Gerade im Bereich Bildung bestehe großer Aufholbedarf, doch auch in der Arbeitswelt sieht es ähnlich aus, wie Wolfgang Sperl referierte: „Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres gibt es 25 Prozent mehr arbeitslose Menschen mit Behinderung. Die Wirtschaft muss noch stärker ins Boot geholt und die Ausgleichstaxe erhöht werden.“

Ein positiver Ansatz sei das Projekt CEOs on Wheels von Michael Sicher, ein Mentoren- Programm, an dem auch Bettina Glatz-Kremsner teilnahm. „Ich habe nicht nur persönlich sehr gute Erfahrungen dadurch sammeln können, mein Mentee, eine Rollstuhlfahrerin, hat auch unser Unternehmen besucht und uns bei der Schaffung eines barrierefreien Zugangs unterstützt.“ Unternehmen müssten in jeder Hinsicht für Inklusion fit gemacht werden, „ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Schulung der Personalabteilungen, um auf Bewerber mit Behinderung und deren Fähigkeiten optimal einzugehen.“

Zur Rolle der Politik meldete sich der ehemalige Sozialminister und heutige Behindertenanwalt Erwin Buchinger aus dem Auditorium zu Wort: „Österreich ist im guten europäischen Mittelfeld, auf dem Weg nach oben. Einer vollständigen Umsetzung der UN-Konvention werden wir uns aber erst in zehn bis 20 Jahren annähern.“ Umso wichtiger sei es, für das Thema Inklusion zu sensibilisieren und Veranstaltungen wie den Inklusionstag weiterzuführen. „Es wird nicht bei der heutigen Premiere bleiben“, verspricht daraufhin Glatz-Kremsner.

„Erfahrungswelten“ – Wie nehmen Menschen mit Behinderung unsere gemeinsame Welt wahr?

In der Kinoecke mit Filmen für gehörlose oder blinde Menschen oder im Rollstuhlparcours „Rollodrom“ bekamen die Besucher einen Einblick in die Wahrnehmungswelten von Menschen mit Behinderung. Die Besucher wurden nicht nur animiert, die neueste barrierefreie IT auszuprobieren - zum Beispiel Screenreader samt Sprachausgabe oder Bildschirmlesegeräte - sondern auch eingeladen, beim Tanzworkshop „DanceAbility“ mitzumachen oder am DJ-Set im „Firefly Club“ musikalische Fähigkeiten zu testen. Wer sich traute, konnte sogar im Tischtennis gegen die Paraolympionikin Doris Mader antreten.

Die Österreichischen Lotterien waren nicht nur als Initiatoren der Veranstaltung vertreten. Über ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der gesamten Unternehmensgruppe engagierte sich im Rahmen eines so genannten „Corporate Volunteerings“ als Helfer bei Registrierung, Garderobe, sowie bei den „Erfahrungswelten“. Bettina Glatz-Kremsner am Ende der Veranstaltung: „Ich freu mich sehr, dass die Veranstaltung dadurch insgesamt zu einer sehr runden Sache und ein Gewinn für uns alle wurde.“

Fotos: www.apa-fotoservice.at/galerie/4852

Presseinformation Lotterien veranstalten ersten Inklusionstag 2013

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