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manches möglich machen … wie das Karl Ryker-Dorf


Sollenau
Das erste barrierefreie Wohnhaus im Karl Ryker Dorf, das Haus 9A, wurde am 28. August 2009 im Rahmen des alljährlichen Sommerfestes präsentiert. Unter den rund 650 zur Besichtigung geladenen Gästen war auch Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner von den Österreichischen Lotterien, die den Neubau mitfinanziert haben.

„Wir, die Menschen die Chance bieten, mit einem kleinen Einsatz das große Los zu ziehen, wollen keinen Tag darauf vergessen, auch einen Beitrag für jene zu leisten, die nicht so viel Glück haben und hatten“, schildert Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner die Beweggründe für die finanzielle Hilfestellung in ihrer Ansprache. "Die Österreichischen Lotterien engagieren sich seit jeher sehr stark im Bereich humanitärer Projekte. Wenn dann etwas wie dieses barrierefreie Haus entsteht und man sieht, wie glücklich die Menschen hier sind, ist das ein ungemein berührendes Erlebnis und eine großartige Bestätigung, dass man das Richtige getan hat. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir die Patronanz für das erste barrierefreie Haus, 9A, übernehmen dürfen“, sagte Bettina Glatz-Kremsner.

Sie dankte dem großartigen Engagement der Lebenshilfe Niederösterreich, die dieses einzigartige Dorf möglich gemacht hat. Zugleich betonte sie: „Dass diese Menschen hier mit unserer Unterstützung ein Zuhause und einen Arbeitsplatz gefunden haben, ist nur ein Teil des Ganzen. Wir sollten unter keinen Umständen darauf vergessen, dass die hier lebenden Menschen wichtige Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Wir müssen Ihnen jede erdenkliche Chance bieten, die alltäglichen Anforderungen bewältigen zu können. Vom barrierefreien Haus zur barrierefreien Gesellschaft.“

Das Karl Ryker Dorf im niederösterreichischen Sollenau wird von der Lebenshilfe Niederösterreich betreut, im Jahr 1972 wurde das erste Haus errichtet. Hier wird geistig- und mehrfachbehinderten Menschen die Möglichkeit geboten, entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten, Wünschen und Bedürfnissen, zu leben und in verschiedenen Werkstätten einer Arbeit nachzugehen. Im Karl Ryker Dorf gibt es eine Kirche, eine Gärtnerei, Werkstätten, Büros, Wirtschaftsräume und 13 Wohnhäuser, die 224 Menschen Platz bieten. Der Neubau Haus 9A ist so geplant, dass er eine Einheit mit dem zurzeit im Umbau befindlichen Wohnhaus 9 bildet. Das Haus bietet 14 Menschen ein neues Zuhause, wobei ein Teil in Form von einer Einlegerwohnung für zwei Begleitpersonen ausgestattet ist. Das neue Haus ist barrierefrei, über eine Liftanlage ist das Obergeschoss auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Alle Sanitäranlagen sind behindertengerecht. Ein entsprechend komfortabler Wohnraum sowie ein Esszimmer mit Küche runden das gesamte Bauwerk sehr wohnlich und vor allem den modernen Anforderungen der Betreuung von behinderten Menschen entsprechend ab. Schon in der Planung wurde neben der Barrierefreiheit besonderer Wert auf Energiesparmaßnahmen und auch auf ein modernes Design, welches sich harmonisch in den Dorfcharakter des Karl Ryker Dorfes einfügt, gelegt.

Bildhinweis:
V.l.n.r.: Bürgermeister Mag. Otto König, Lebenshilfe Präsident Ing. Otto Perny, Haussprecher Haus 9A Hr. Alfred Thun, Vorst.-Dir. Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Judith Eiselt, Christian Albert, Geschäftsführer Lebenshilfe Niederösterreich Gemeinnützige GesmbH, vor dem Haus 9A.
© Österreichische Lotterien/Rita Newman
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