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Dubiose Anrufe im Namen der Lotterien
Hat man sich telefonisch zum Abschluss überreden lassen, kann man innerhalb einer Woche vom Vertrag zurücktreten. Außerdem kann ein vom Konto zu Unrecht eingezogener Betrag innerhalb von 42 Tagen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden. Foto: pixabay

Vorsicht bei dubiosen Keilern und vermeintlichen Glücksboten

Österreichische Lotterien warnen vor aggressiven Aufforderungen zum Spiel und vor merkwürdigen Gewinnverständigungen und raten dringend davon ab, Daten bekannt zu geben oder gar Geld zu überweisen

Sie treten wieder häufiger auf: Anfragen besorgter SpielteilnehmerInnen im Kunden-Service-Center der Österreichischen Lotterien, ob denn „hier“ alles mit rechten Dingen zugeht. Hier, das sind einerseits Anrufe so genannter Spielgemeinschaften, die zur Teilnahme an Lotto „6 aus 45“ oder EuroMillionen auffordern, und andererseits merkwürdige Verständigungen von Lotteriegewinnen. Und diese Organisationen machen auch nicht halt davor, unbefugt sowohl Firmenadresse und Firmenbuchnummern der Österreichischen Lotterien inkl. Tochterunternehmen als auch geschützte Logos zu verwenden.

Die Österreichischen Lotterien halten klar und deutlich fest, dass sie mit zum Verwechseln ähnlich klingenden Firmen, wie z.B. der „Euro-millionlotto Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H.“ oder der „Gewinner Österreich GmbH“, absolut nichts zu tun haben.

Besser aufgelegt
Hinter der Einladung, über eine Spielgemeinschaft an Lotto oder EuroMillionen teilzunehmen, stecken meist professionelle Organisationen mit gar nicht so freundlichen Absichten wie die Stimme am Telefon oder der vielversprechende Text auf der Website zunächst vermuten ließe. Oft zeigt sich erst nach Zusendung der Verträge im Kleingedruckten, dass mehr als die Hälfte der Zahlung für Verwaltungskosten aufgeht – also gar nicht im Spiel eingesetzt wird.
Um dem Ganzen Glaubwürdigkeit zu verleihen, wird mitunter behauptet, im Auftrag der Österreichischen Lotterien zu agieren. Spätestens dann sollten Sie auflegen. Die Österreichischen Lotterien rufen niemanden aktiv an, sie beauftragen auch niemanden damit. Wer sein Glück versuchen möchte, ist am besten beraten, seine Tipps selbst in der Annahmestelle abzugeben.
Besonders dreist agiert die eingangs genannte „Euro-millionenlotto Gesellschaft“, die auf ihrer Website sowohl die Adresse der Österreichischen Lotterien und die Firmenbuchnummer von win2day als auch das belgische EuroMillionen-Logo für ihre Keiler-Tätigkeit missbrauchen.

Finger weg davon
Auch mit dubiosen Verständigungen von Lotteriegewinnen beabsichtigt der Absender – stellvertretend für alle anderen seien hier die „Gewinner Österreich GmbH“ und die „Euromillions-Lotto24 GmbH“ genannt, die ebenfalls fälschlicher Weise den Firmensitz Rennweg 44 in Wien verwenden – nur eines: Ahnungslose ÖsterreicherInnen abzuzocken und sich auf deren Kosten unrechtmäßig zu bereichern. Dabei wird ebenfalls nicht Halt gemacht vor unbefugter Verwendung von Logos, um der „guten Nachricht“ den entsprechend seriösen Touch zu verleihen.

Die Österreichischen Lotterien legen abschließend nochmals Wert auf die Feststellung, dass sie mit derartigen Gewinnbescheiden nichts zu tun haben. Sie raten dringend, auf diese Gewinnbescheide nicht zu reagieren und keinesfalls eine Bankverbindung bekannt zu geben oder gar Geld zu überweisen. Denn hier wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in betrügerischer Absicht die Leichtgläubigkeit der Menschen ausgenützt. Ist man einmal Geschädigter, so ist eine Rechtsdurchsetzung de facto kaum möglich.
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