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Dubiose Anrufe im Namen der Lotterien
Hat man sich telefonisch zum Abschluss überreden lassen, kann man innerhalb einer Woche vom Vertrag zurücktreten. Außerdem kann ein vom Konto zu Unrecht eingezogener Betrag innerhalb von 42 Tagen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden. Foto: pixabay

Dubiose Anrufe von Spielgemeinschaften

Vorsicht bei dubiosen Keilern und vermeintlichen Glücksboten
Sie treten wieder merkbar häufiger auf: Anfragen besorgter SpielteilnehmerInnen im Kunden-Servicecenter der Österreichischen Lotterien, ob denn „hier“ alles mit rechten Dingen zugeht. Hier, das sind einerseits Anrufe durch so genannte Spielgemeinschaften, die zur Teilnahme an Lotto „6 aus 45“ oder EuroMillionen auffordern, und andererseits merkwürdige Verständigungen von Lotteriegewinnen.

Besser aufgelegt
Hinter der Einladung, über eine Spielgemeinschaft an Lotto oder EuroMillionen teilzunehmen, stecken meist professionelle Organisationen mit gar nicht so freundlichen Absichten wie die Stimme am Telefon zunächst vermuten ließe. Oft zeigt sich erst nach Zusendung der Verträge im Kleingedruckten, dass mehr als die Hälfte der Einzahlung für Verwaltungskosten aufgeht.

Diese Spielvermittlungstätigkeit ist grundsätzlich nicht gesetzwidrig. Zu überlegen ist jedoch, ob man - gemeinsam mit vielen anderen unbekannten Spielteilnehmern - in einen Pool einzahlt, für dessen Verwaltung zum Teil sehr hohe Beträge einbehalten werden. Für die Vermittlung der Teilnahme am Lotto "6 aus 45" werden von diesen Tippgemeinschaften Verwaltungskostenbeiträge im Extremfall bis zu 60 % des geleisteten Spieleinsatzes berechnet.

Dabei sollen die verlockend dargestellten besseren Gewinnchancen, was objektiv nicht richtig ist, da jeder Tipp die gleiche Gewinnchance besitzt, die potentiellen Kunden zur Teilnahme bewegen. Und dies ohne ausreichenden Hinweis, Gewinne mit den übrigen Teilnehmern an dieser Tippgemeinschaft teilen zu müssen. Der einzelne Lotto Tipp ist dadurch bis zu 400 % teurer.

Um dem Ganzen eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen, behaupten manche der AnruferInnen sogar, im Auftrag der Österreichischen Lotterien zu agieren. Spätestens dann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem Sie am besten auflegen sollten. Die Österreichischen Lotterien rufen niemanden aktiv an, sie beauftragen auch niemanden damit. Wer sein Glück bei Lotto oder EuroMillionen versuchen möchte, ist immer noch am besten beraten, seine Tipps selbst in der Annahmestelle abzugeben.

Finger weg davon
Mit dubiosen Verständigungen von Lotteriegewinnen beabsichtigt der Absender nur eines: Ahnungslose ÖsterreicherInnen abzuzocken und sich auf deren Kosten unrechtmäßig zu bereichern. Dabei wird auch nicht Halt gemacht vor unbefugter Verwendung von Logos, um der „guten Nachricht“ den entsprechend seriösen Touch zu verleihen.

Die Österreichischen Lotterien legen Wert auf die Feststellung, dass sie mit derartigen Gewinnbescheiden nichts zu tun haben. Sie raten dringend, auf diese Gewinnbescheide nicht zu reagieren und keinesfalls eine Bankverbindung bekannt zu geben oder gar Geld zu überweisen. Denn hier wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in betrügerischer Absicht die Leichtgläubigkeit der Menschen ausgenützt. Ist man einmal Geschädigter, so ist eine Rechtsdurchsetzung de facto kaum möglich.
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